Infos zu Kindersitzen

Kinder gehören zu den am stärksten gefährdeten Teilnehmern im Straßenverkehr. Gerade deshalb ist für Kinder ein geeignetes Rückhaltesystem notwendig, wenn sie im Auto mitfahren sollen. Auch der Gesetzgeber ist von dieser Notwendigkeit überzeugt und hat strenge Vorschriften zum Transport von Kindern in Kraftfahrzeugen aufgestellt.

Für Sie als Eltern ist es da häufig nicht leicht, den Überblick zu behalten. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen helfen, sich über alle wichtigen Punkte in Bezug auf den Transport von Kindern in Autos informieren zu können.

 

Inhaltsübersicht:

Gesetzliche Bestimmungen
  Ein kurzer Überblick
  Bußgelder bei Nichtbeachtung der Bestimmungen
  Die ECE Prüfnorm
Die fünf Kindersitzklassen
  Klasse 0 und 0+
  Klasse I
  Klasse II
  Klasse III
Airbag und Kindersitz, das sollten Sie wissen
Dicke Kleidung im Winter
Sitzerhöhung oder kompletter Sitz
Kindersitze bei Fahrgemeinschaften
Was tun nach einem Unfall?
Was ist bei gebrauchten Sitzen zu beachten?
Informationen zu den Kiddy Kindersitzen bei kiwisto
  honey comb und EPP
  Fangkörper
  Austauschservice nach Unfall

 

Gesetzliche Bestimmungen

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) spricht eine klare Sprache, wenn es um die Beförderung von Kindern in Autos geht. So muss jedes Kind, was kleiner ist als 1,50 Meter oder jünger als 12 Jahre in einem geeigneten Kinderrückhaltesystem gesichert werden (als geeignet gelten seit dem 8. April 2008 alle Kindersitze, die erfolgreich nach ECE 44-03 oder 44-04 geprüft wurden). Wichtig dabei: es reicht, wenn eines der beiden Kriterien erfüllt ist. Wenn Ihr Kind also bereits seinen 12. Geburtstag hinter sich hat, aber noch kleiner als 1,50 Meter ist, muss es nach der StVO nicht mehr in einem Kindersitz sitzen, gleiches gilt, wenn Ihr Kind erst 11 Jahre alt ist, aber schon größer als 1,50 Meter ist. Es wird jedoch ausdrücklich empfohlen, Kinder, die kleiner als 1,50 Meter sind in jedem Fall mit einem Kindersitz zu sichern, egal, in welchem Alter sie sind, da nur dann eine korrekte Gurtführung garantiert werden kann.

Diese Bestimmungen gelten für alle Kinder, die Sie in einem Fahrzeug befördern (siehe auch den Punkt Kindersitze bei Fahrgemeinschaften). Sollten sie vier Kinder mitnehmen müssen, die der Kindersitzpflicht unterliegen, kommen Sonderregelungen zum Tragen. Wenn drei der Kinder korrekt im Kindersitz gesichert auf den beiden Sitzen mit 3-Punkt Gurt hinten und dem Beifahrersitz vorne sitzen, kann ein viertes Kind ohne geeigneten Kindersitz mitgenommen werden. Dies gilt natürlich nur, wenn kein Kindersitz für einen Beckengurt auf dem hinteren Mittelplatz zur Verfügung steht.

Weitere Ausnahme: Ist das Kind unter 3 Jahren, ist eine Beförderung verboten, bis zu diesem Alter ist ein Kindersitz also zwingend erforderlich. Für alle anderen Kinder, die eigentlich der Kindersitzpflicht unterliegen gilt, eine Beförderung ist nur auf dem Rücksitz erlaubt. Selbstverständlich müssen Kinder in diesen Ausnahmefällen mit den fahrzeugeigenen Gurten gesichert werden.

Auch wenn Ihr Kinder schwerer ist, als das auf den Kindersitzen angegebene Maximalgewicht (36 kg), aber weder schon 12 Jahre alt noch größer als 1,50 ist, besteht eine Kindersitzpflicht. Nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn Sie belegen können, dass ein Kindersitz von der Breite her nicht mehr passt, kann das Straßenverkehrsamt eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Grundsätzlich ist jeder Kindersitz auch über das angegebene Gewicht hinaus belastbar.

 

Ein kurzer Überblick:

  • Kinder unter 3 Jahren: Ein Kindersitz ist in jedem Fall nötig, ist kein Kindersitz vorhanden, besteht absolutes Beförderungsverbot!
  • Kinder ab 3 - 12 Jahre: Ein Kindersitz ist nur dann nicht nötig, wenn alle Plätze mit 3-Punkt Gurt mit Kindersitzen belegt sind und kein Kindersitz für den Mittelplatz bereit steht. Auch der Beifahrersitz gilt hier als möglicher Platz für einen Kindersitz.
  • Kinder kleiner als 1,50 aber über 12 Jahre: Eine Kindersitzpflicht besteht nicht mehr, wird jedoch empfohlen, bis das Kind 1,50 Meter groß ist.
  • Kinder größer als 1,50 aber unter 12 Jahre: Eine Kindersitzpflicht besteht nicht mehr.
  • Kinder kleiner als 1,50 und unter 12 Jahren, aber schwerer als 36 kg: Eine Kindersitzpflicht besteht weiter, Ausnahmegenehmigungen kann ausschließlich das Straßenverkehrsamt erteilen.

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Bußgelder bei Nichtbeachtung der Bestimmungen

Ein Verstoß gegen die oben genannten Bestimmungen wird als Ordnungswidrigkeit behandelt und anhand eines bundeseinheitlichen Bußgeldkatalogs geahndet:

  • Ein Bußgeld von 30 EUR fällt an, wenn ein Kind zwar einen Kindersitz hat, der dieser aber nicht die notwendigen Kriterien erfüllt oder wenn das Kind nicht richtig angeschnallt ist.
  • Ein Bußgeld von 35 EUR ist fällig, wenn mehrere Kinder zwar einen Kindersitz haben, aber nicht korrekt gesichert sind.
  • Ein Bußgeld von 40 EUR plus ein Punkt fallen an, wenn ein Kind nicht im Kindersitz gesichert ist.
  • Ein Bußgeld von 50 EUR plus ein Punkt fallen an, wenn mehrere Kinder nicht im Kindersitz gesichert sind.
  • Ein Bußgeld von 25 EUR fällt an, wenn ein Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung bei aktiviertem Airbag montiert ist.
  • Ein Bußgeld von 5 EUR fällt an, wenn auf einen Beifahrer-Airbag nicht per Aufkleber hingewiesen wird und dort ein Kindersitz montiert ist. (für die letzten beiden Punkte siehe: Airbag und Kindersitz, das sollten Sie wissen)

Denken Sie immer daran, die Kindersitzpflicht ist keine Schikane, sondern dient der Sicherheit Ihrer Kinder. Daher wird auch kein Polizist ein Auge zudrücken. Lassen Sie es also nicht darauf ankommen, sondern sichern Sie alle Kinder, die in Ihrem Auto mitfahren immer korrekt.

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Die ECE Prüfnorm

ECE Prüfplakete

ECE steht für Economic Commission for Europe (Europäische Wirtschaftskommission). Die ECE setzt eine Prüfungsnorm fest, nach der alle Kindersitze getestet werden müssen, bevor sie in den Verkauf gelangen dürfen. Anhand der Prüfplakette kann der Kunde sehen, nach welcher Norm ein Kindersitz zugelassen wurde. Jeder Kindersitz verfügt über eine Prüfplakette, die Sie entweder als Aufnäher oder als Aufkleber auf dem Sitz finden (häufig an der Seite oder hinten).

Entscheidend ist sind die ersten beiden Ziffern der (meist achtstelligen) Zahl auf der Plakette. Steht hier "04" ist ein Sitz nach der derzeit aktuellsten Prüfnorm geprüft. Alle Sitze, bei denen hier eine "03" oder "04" zu finden ist, sind auch nach dem 8. April 2008 noch zugelassen. Jede Zahl, die kleiner als "03" ist ("00"-02"), weißt darauf hin, dass der Sitz seit dem 8. April 2008 nicht mehr zugelassen ist und nicht mehr verwendet werden darf. Die weiteren Ziffern (im Schema oben als "x" gekennzeichnet) sind fortlaufende Nummern ohne Informationsgehalt für Sie.

Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen auf der Prüfplakette. "Universal" bedeutet, dass ein Sitz für alle Fahrzeugklassen zugelassen ist und auf jedem Sitz mit 3-Punkt Gurt verwendet werden darf. Die kg Angaben weisen auf die Kindersitzklasse hin.

Das eingekreiste "E" steht für das europäische Prüfsiegel, die "1" weist darauf hin, dass der Sitz in Deutschland geprüft und zugelassen wurde.
Die weiteren Informationen können variieren. Teilweise schreiben die Hersteller sowohl ihren eigenen Namen, als auch den Namen des jeweiligen Sitzes auf die Plakette. Auf manchen Plaketen finden Sie auch die komplette Prüfbezeichnung, also "ECE 44-04" für die aktuellste Prüfnorm. Dabei handelt es sich aber nur um einen Zusatz, der nicht notwendig ist, da die Norm schon an den Ziffern auf der Prüfplakette zu erkennen ist, wie oben beschrieben.

Der Unterschied zwischen "ECE 44-03" und "ECE 44-04" besteht lediglich in einer Änderung des Prüfverfahrens seitens der ECE, technisch sind die Sitze mit diesen beiden Prüfnormen gleich. Die "44" in der Prüfnorm steht für die ECE Regelung zur Zulassung von Kinderrückhaltesystemen in Kraftfahrzeugen unter einheitlichen Bedingungen, vereinfacht gesagt steht die 44 also für die EU-Norm zur Zulassung von Kindersitzen.

Alle Kindersitze bei kiwisto erfüllen selbstverständlich die aktuellste Prüfnorm "ECE 44-04".

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Die fünf Kindersitzklassen

In der ECE Norm 44 ist auch die Einteilung der verschiedenen Kindersitze in Klassen geregelt. Insgesamt werden fünf verschiedene Klassen unterschieden. Viele Kindersitze decken jedoch mehrere Klassen gleichzeitig ab und können somit fast die gesamte Zeit genutzt werden, in der Kinder einen Kindersitz benötigen.

Klasse 0 und 0+

In diese Klasse fallen die Babyschalen. Die Klasse 0 ist geeignet für Neugeborene und Babys bis zu einem Gewicht von 10 kg. Die Klasse 0+ ist eine leichte Erweiterung, hier beträgt das Maximalgewicht 13 kg. Die Babyschalen dieser beiden Klassen können etwa bis zu einem Alter von 18 Monaten verwendet werden. Kindersitze der Klassen 0 und 0+ werden in der Regel entgegen der Fahrtrichtung im Fahrzeug montiert. Bei einer Montage auf dem Beifahrersitz ist es zwingend erforderlich, dass der Beifahrer-Airbag deaktiviert wurde.

Klasse I

Diese Klasse ist für Kinder von ca. 9 Monaten bis etwa 4 Jahren oder einem Gewicht von 9 bis 18 kg geeignet. Kindersitze dieser Klasse verfügen in den meisten Fällen über ein eigenes Gurtsystem (5-Punkt Gurt) oder einen Fangkörper. Sitze dieser Klasse werden meisten in Fahrtrichtung montiert, manche Kindersitze lassen sich aber auch entgegen der Fahrtrichtung installieren. Auch hier gilt, bei einer Montage auf dem Beifahrersitz entgegen der Fahrtrichtung muss der Beifahrer-Airbag deaktiviert sein.

Klasse II

Kinder mit einem Gewicht von 15 bis 25 kg und einem Alter von etwa 3 bis 7 Jahren werden in Kindersitzen der Klasse II gesichert. Kindersitze dieser Klasse werden meistens in Fahrtrichtung montiert, nur in Ausnahmefällen ist eine Montage gegen die Fahrtrichtung vorgesehen. In der Klasse II verfügen die Sitze nur noch selten über ein eigenes Gurtsystem, in den meisten Fällen wird das Kind mit dem fahrzeugeigenen 3-Punkt-Gurt gesichert. Die Gurtführungen am Sitz sorgen dann für einen optimalen Gurtverlauf.

Klasse III

Die Klasse III umfasst einen Gewichtsbereich von 22 bis 36 kg und ein Alter von etwa 6 bis 12 Jahren. Kindersitze dieser Klasse können also bis zum Ende der Kindersitzzeit genutzt werden. In der Vergangenheit waren in dieser Klasse reine Sitzerhöhungen ohne Lehne verbreitet, jedoch geht die Entwicklung immer mehr in die Richtung, auch in der letzten Klasse komplette Sitze anzubieten (siehe auch den Punkt Sitzerhöhung oder kompletter Sitz).
Sitze, die ausschließlich die Klasse III bedienen sind sehr selten, häufig gibt es Sitze, die sowohl die Klasse II als auch Klasse III abdecken. Einige Sitze sind sogar für alle drei Klassen geeignet.
Klasse III Sitze werden immer in Fahrtrichtung eingebaut und verfügen fast nie über ein eigenes Gurtsystem, auch hier wird das Kind mit dem fahrzeugeigenen 3-Punkt-Gurt gesichert. Eine Gurtführung sorgt für den optimalen Gurtverlauf.

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Airbag und Kindersitz, das sollten Sie wissen

Wenn Sie eine Babyschale oder einen Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung auf einem Platz montieren, der über einen Airbag verfügt, muss dieser Airbag deaktiviert werden. Wird ein Airbag ausgelöst, wenn ein Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung montiert ist, kann das zu schweren Verletzungen beim Kind führen.
Sollten Sie einen Kindersitz in Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz befestigen, achten Sie darauf, dass der Sitz so weit wie möglich nach hinten verschoben ist. Babyschalen sollten Sie auch bei deaktiviertem Airbag lieber auf der Rückbank montieren.
Seit 1997 ist es nicht nur Pflicht, Airbags zu deaktivieren, es muss auch ein gut sichtbarer Warnhinweis auf dem Armaturenbrett angebracht werden, der auf den Airbag und die Gefahren für Kindersitze hinweist. Fehlt dieser Hinweis, wird ein Verwarngeld in Höhe von 5 Euro fällig. Wird ein Kindersitz oder eine Babyschale entgegen der Fahrtrichtung installiert, ohne dass der Airbag deaktiviert wurde, fällt sogar ein Bußgeld von bis zu 25 Euro an.

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Dicke Kleidung im Winter

Gerade im Winter sind Kinder in dicke Winterjacken gehüllt. Was die Kleinen warm hält, ist Gift für die Sicherheit des Kindes im Kindersitz. Durch die dicke Kleidung liegen die Gurte oft nicht richtig am Körper des Kindes an. Besonders bei kleinen Kindern in Babyschalen oder anderen Sitzen mit 5-Punkt-Gurten ist die Gefahr groß, dass das Kind bei einem Unfall oder einer scharfen Bremsung durch die Gurte rutscht und sich Verletzungen zuziehen kann.

Ziehen Sie Kinder daher so dünn wie möglich an, wenn Sie sie im Auto transportieren. Selbst wenn der Gurt stramm wirkt, ist er es häufig nicht. Achten Sie besonders dann auf die Gurte, wenn das Kind vorher mit dickerer Kleidung im Sitz angeschnallt war und ziehen Sie sie gegebenenfalls nach. Gerade im Winter gilt: Lieber einmal zu oft nachkorrigieren, als es einmal zu vergessen. Gerade bei längeren Fahrten empfiehlt es sich, statt dicker Jacken lieber eine Decke über das Kind zu legen.

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Sitzerhöhung oder kompletter Sitz

Sinn und Zweck eines Kindersitzes ist es, das Kind den zu großen Gurtsystemen in Autos anzupassen, damit es bei einem Unfall besser geschützt ist. Theoretisch reicht also eine Sitzerhöhung aus, um diesen Zweck zu erfüllen. In der Praxis ergeben sich jedoch einige Situationen, die belegen, dass ein kompletter Sitz mit integrierter Rückenlehne sicherer ist. Das haben auch viele Hersteller erkannt und bieten fast nur noch Komplettsitze auch in Klasse II und III an.
Die Gründe sind vielfältig. Bei den reinen Sitzerhöhungen besteht immer die Gefahr, dass die Erhöhung unter dem Kind wegrutscht. Gerade auf längeren Fahrten, wenn der Popo schon mal unruhig wird, ist das Kind dann nicht mehr sicher angeschnallt. Sitzerhöhungen bieten außerdem keinerlei Gurtführung im Oberkörperbereich, sodass der Gurt häufig viel zu nah am Hals liegt. Reine Sitzerhöhungen sind daher nur dann zu empfehlen, wenn aus bestimmten Gründen (etwa weil das Kind in einem fremden Auto mitfährt und dort keinen eigenen Sitz hat) kein Komplettsitz verwendet werden kann. Achten Sie beim Kauf von reinen Sitzerhöhungen darauf, dass diese zumindest für den Beckengurtbereich eine Gurtführung besitzen. Von Sitzkissen oder billigen Styroporerhöhungen ohne jede Gurtführung ist dringend abzuraten.

Komplettsitze bieten aber auch über die deutlich sicherere Gurtführung hinaus einige weitere Vorteile. Durch die kompakte Bauweise sitzt das Kind viel fester, als wenn es nur auf einer Sitzerhöhung sitzen würde. Viele moderne Kindersitze bieten neben der Rückenlehne außerdem zusätzliche Sicherheit bei einem Seitenaufprall. Durch vorgeschobene Seitenteile nicht nur im Kopf-, sondern auch Oberkörperbereich kann sehr viel der Energie eines Seitenaufpralls absorbiert werden. Energie, die sonst direkt auf das Kind einwirken würde.

Wenn es das Raumangebot im Fahrzeug zulässt, sollten Sie sich daher immer für einen Komplettsitz und gegen eine reine Sitzerhöhung entscheiden. Viele Kindersitze mit integrierter Rückenlehne sind mittlerweile auch sehr leicht, kompakt und schnell eingebaut, sodass frühere Nachteile wie hohes Gewicht oder sperrige Form nicht mehr zutreffen.

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Kindersitze bei Fahrgemeinschaften

Häufig steht die Frage im Raum, wie es mit der Kindersitzpflicht bei Fahrgemeinschaft aussieht, etwas zum Kindergarten, Sport oder zur Schule. Grundsätzlich gilt: Jedes Kind, was in einem Auto befördert wird, muss entsprechend gesichert sein, egal, ob es sich um eigene oder um fremde Kinder handelt. Es gibt also keine Sonderregelungen für die Beförderung von fremden Kindern. Achten Sie also darauf, dass bei einer Fahrgemeinschaft geeignete Kindersitze in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Kann ein Kind nicht korrekt gesichert werden, ist die Mitnahme untersagt. Es gelten die gleichen Vorschriften, die unter dem Punkt gesetzliche Bestimmungen am Anfang dieser Seite beschrieben sind, müssen Sie also vier Kinder befördern, haben aber nur drei Kindersitze, die für 3-Punkt-Gurte geeignet sind, kann das vierte Kind ohne Kindersitz auf dem Mittelplatz der Rückbank mitfahren, natürlich angeschnallt.

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Was tun nach einem Unfall?

Nach einem Unfall, in den ein Kindersitz involviert gewesen war, ist es zwingend erforderlich, ihn auf seine Unversehrtheit zu überprüfen. Setzen Sie sich mit Ihrem Fachhändler oder dem Hersteller in Verbindung, um zu erfahren, was zu tun ist.
Bedenken Sie, selbst bei einem Unfall mit 10 km/h wirken Kräfte auf einen Kindersitz ein, die zu feinen Rissen in der Struktur führen können. In diesem Fall wäre ein Sitz nicht mehr sicher und sollte in jedem Fall ausgetauscht werden. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, benutzen Sie einen Kindersitz nach einem Unfall nicht weiter, denn selbst für Experten ist es mitunter schwierig, Unfallschäden zweifelsfrei ausschließen zu können.

Aus diesem Grund können die Kiddy Kindersitze bei kiwisto umgetauscht werden, wenn sie in einen Unfall verwickelt waren. Mehr dazu erfahren Sie unter dem Punkt Austauschservice nach Unfall.

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Was ist bei gebrauchten Sitzen zu beachten?

Wenn Sie einen gebrauchten Sitz benutzen, stellen Sie in jedem Fall sicher, dass Sie die Geschichte des Sitzes kennen. Wenn Sie nicht genau ergründen können, was der Sitz schon alles durchgemacht hat, ist von einer Benutzung dringend abzuraten. Selbst Experten können Sitzen häufig nicht zweifelsfrei ansehen, ob er schon einmal in einen Unfall verwickelt war.

Bei gebrauchten Sitzen gilt also:

  • Nutzen Sie sie nur, wenn Sie sicher wissen, dass er unfallfrei ist, etwa bei Sitzen aus der näheren Verwandtschaft oder aus dem Freundeskreis
  • Achtens Sie darauf, dass der Sitz die aktuelle Prüfnorm erfüllt, als Anhaltspunkt kann das Kaufdatum gelten. Die meisten Sitze, die vor 1997 gekauft wurden, erfüllen die Prüfnorm nicht mehr.
  • Untersuchen Sie den Sitz auf Abnutzungserscheinungen, selbst wenn er nicht in einen Unfall verwickelt war, kann es dennoch zu Materialermüdung gekommen sein.
  • Wenn Sie sich bei einem Sitz unsicher sind, nehmen Sie lieber einen anderen, schließlich geht es um die Sicherheit Ihrer oder befreundeter Kinder. Auch ein Sitz für den Zweitwagen oder das Auto der Großeltern muss daher genauso sicher sein, wie der Erstsitz, auch wenn er gebraucht ist.

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Informationen zu den Kiddy Kindersitzen bei kiwisto

Die Kindersitze von Kiddy erfüllen alle Anforderungen, die Sie und der Gesetzgeber an einen modernen Kindersitz stellen. So erfüllen sämtliche Kindersitze von Kiddy die aktuelle Prüfnorm ECE 44-04. Gemeinsam mit vielen anderen Herstellern von Kindersitzen ist Kiddy dazu übergegangen, in der gesamten Kindersitzzeit auf Komplettsitze mit Rückenlehne und zusätzlichen Systemen zum Schutz bei einem Seitenaufprall anzubieten. Im Interesse der Sicherheit Ihrer Kinder wird daher auf einfache Sitzerhöhungen verzichtet.
Einige wichtige Aspekte und Begriffe zu den Kiddy Kindersitzen werden im Folgenden beantwortet.

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honey comb und ECC

Mit honey comb und ECC werden zwei Materialien bezeichnet, die im Bau von Kiddy Kindersitzen benutzt werden. Honey comb ist ein innovatives Material, dessen Struktur in der Natur den Bienenwaben abgeschaut wurde. Diese Eigenschaften machen honey comb nicht nur extrem leicht und dabei höchst stabil, sondern wirken außerdem in hohem Maße stoßabsorbierend, das heißt, dass die Energie, die bei einem Unfall entsteht, von diesem Material geschluckt wird und somit nicht den Körper des Kindes im Sitz schädigen kann. Honey comb wird exklusiv für die Kindersitze der Pro-Reihe verwendet.
Auch ECC (Expandiertes Polyprobylen) wird für diese Zwecke verwendet. Dieser sehr feste Kunststoff findet aufgrund seiner stoßabsorbierenden Eigenschaften auch in der Autoindustrie oder der Herstellung von Fahrradhelmen Verwendung.
Beide Materialien sind außerdem sehr haltbar und absolut ungiftig. Damit sind sie ideal für die Herstellung Sicherheitsprodukten für Kinder geeignet.
ECC und honey comb werden insbesondere an den sensiblen Seitenbereichen der Kindersitze eingesetzt, die den hohen Kräften bei einem Seitenaufprall entgegenwirken sollen. Durch diese Materialien konnte Kiddy in unabhängigen Test (ADAC, Stiftung Warentest u.a) überdurchschnittliche Werte beim Seitenaufprallschutz erzielen.

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Fangkörper

Kindersitze von Kiddy der Klasse I haben statt eines integrierten 5-Punkt Gurtes einen Fangkörper. Ein Fangkörper bietet bei einem Unfall den deutlich besseren Schutz für den empfindlichen Halswirbelbereich des Kindes. Bei einem 5-Punkt Gurt ist der Körper des Kindes fest im Sitz gesichert. Bei einem Unfall wird der Kopf des Kindes nach vorne geschleudert, die Halswirbel müssen eine enorme Belastung aushalten (siehe Bild recht, der rote Kreis markiert den Belastungsbereich).
Ist ein Kind mit einem Fangkörper gesichert, wird die entstehende Aufprall- bzw. Bremsenergie auf den gesamten Körper des Kindes verteilt, sowie vom Sitz absorbiert. Konstruktionsbedingt sind Kindersitze mit Fangkörper außerdem deutlich leichter, der Sitz wird also deutlich weniger nach vorne verlagert, sondern bleibt sicher auf dem Autositz stehen (vgl. Grafik links und rechts).
Nicht zuletzt lassen sich die Kindersitze mit Fangkörper von Kiddy auch sehr leicht ein-, aus- und umbauen, da die Befestigung des Sitzes ganz einfach mit dem 3-Punkt Gurt des Fahrzeugs erfolgt.

Kindersitz mit Fangkörper Kindersitz ohne Fangkörper
Kind in Kindersitz mit Fangkörper Kind in Kindersitz ohne Fangkörper

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Austauschservice nach Unfall

Nach jedem Unfall mit einer Geschwindigkeit von mindestens 10 km/h muss ein Kindersitz zwingend auf Schäden überprüft werden. Selbst wenn er von Außen betrachtet vollkommen intakt aussehen mag, können feinste Haarrisse in der Struktur entstanden sein, die bei einem erneuten Unfall die Sicherheit des Kindes im Sitz gefährden können.

kiwisto bietet daher in Zusammenarbeit mit Kiddy einen Austauschservice für Unfallsitze an. Senden Sie uns Ihren Kindersitz nach einem Unfall zusammen mit einem Polizeibericht zu uns Sie erhalten von Kiddy kostenfrei einen gleichwertigen Sitz.
So sind Sie immer auf der sicheren Seite und können Ihr Kind auch nach einem Unfall sicher im Auto transportieren.

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Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an unsere kompetenten Mitarbeiter aus dem kiwisto Team:

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