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Umgang mit Bettnässen - 5 Tipps für ein entspanntes Familienleben (mit Video)

Ein neuer Morgen. Der neunjährige Max sitzt weinend auf seinem Bett. Die Schlafanzughose ist ganz nass, auf der Matratze ist ein großer nasser Fleck. Es ist schon wieder passiert, das Bett ist nass geworden und Max hat es nicht germerkt. Die Mutter versucht, ruhig zu bleiben, er kann ja nichts dafür. Aber es ist jetzt schon das dritte Mal in dieser Woche und die ganze zusätzliche Wascherei nervt. 

Die kleine Schwester schaut rein, sie ist nachts trocken, was es für Max nicht gerade angenehmer macht. Sie versucht zu trösten, aber das hilft auch nicht wirklich weiter. 

Die Mutter zieht das Bett ab, bringt die Sachen zur Waschmaschine, es ist eh schon wenig Zeit morgens, jetzt ist es noch weniger. Ausziehen, Duschen, anziehen, Frühstücken, die Zeit rennt, Spannung liegt in der Luft.

Bettnässen bei Kindern - Stress für die ganze Familie?

Kommt Ihnen diese fiktive kleine Geschichte bekannt vor? Haben auch Sie einen kleinen Max zu Hause oder eine kleine Lea oder beides? 

Zehn Prozent aller Kinder gelten im Alter von sieben Jahren noch als Bettnässer, bei den Zehnjährigen sind es immer noch sieben Prozent der Kinder. Die meisten Eltern nehmen sich vor, verständnisvoll zu reagieren, wenn das Bett morgens nass ist. Aber je älter das Kind wird, je schwerer fällt das oft. Schließlich sind ja alle Freund schon trocken und in der Verwandschaft ist auch niemand Bettnässer - oder?

Die oben genannte Statistik zeigt deutlich, Ihr Kind ist ganz sicher nicht alleine. Statistisch gesehen hat ein Zweitklässler in einer Klasse mit dreisig Kindern noch zwei Klassenkameraden, die ebenfalls ins Bett machen. 

Was kann man nun aber machen, um der ganzen Situation den Stress zu nehmen?

Tipp 1: Hören Sie sich um, ist noch jemand Bettnässer im Umfeld?

Es klingt schwerer als es ist, Kontakte zu finden mit ähnlichen Problemen. Schließlich geht es den anderen betroffenen Familien ähnlich, auch sie fühlen sich oft alleine. Was sich für das Kind anfangs vielleicht peinlich anfühlt, weicht oft schnell Freude. Schließlich ist es doch etwas tolles, endlich mit einem Freund über das Bettnässen reden zu können, der ebenfalls betroffen ist. Plötzlich ist auch eine Übernachtung kein Problem mehr, warum auch, dem Freund oder der Freundin geht es ja nicht anders. 

Sie als Eltern haben jemanden, um Erfahrungen auszutauschen, Ihr Kind gewinnt eine gleichaltrige Bezugsperson, mit der er sicher bald viele Geheimnisse teilen kann.

Tipp 2: Beziehen Sie Ihr Kind mit ein

Nichts ist schlimmer für ein Kind, wenn es im nassen Bett aufwacht und ab dann alles auf Autopilot läuft. Der leicht genervte Blick von Mama oder Papa, vielleicht der Vorwurf, wieviel Arbeit das alles macht. 

Holen Sie Ihr Kind ab und lassen Sie es mithelfen. Auch kleinere Kinder können das Bett problemlos oder mit etwas Hilfe abziehen. Ein fester Platz für den nassen Schlafanzug ist ebenfalls hilfreich. So holen Sie Ihr Kind aus der passiven Rolle. Es ist nicht mehr nur das Problem, sondern Teil der Lösung.

Tipp 3: Klären Sie die Ursachen des Bettnässens mit Ihrem Kinderarzt

Manchmal ist die Entwicklung der Blase verzögert, manchmal fehlt ein Hormon, was die Urinproduktion in der Nacht reduziert. Manchmal hat ein Kind auch einen zu tiefen Schlaf und wacht nicht rechtzeitig auf. Die Gründe, warum Kinder noch ins Bett machen sind vielfältig. Ebenso vielfältig sind die möglichen Therapien zur Behandlung des Bettnässens. Klären Sie daher unbedingt mit Ihrem Kinderarzt die Ursachen für das Bettnässen ab. Auch das hilft dabei, nicht mehr alleine mit dem Problem umgehen zu müssen. Ohne ärztliche Hilfe werden jedes Jahr viele Kinder trocken, mit ärztlicher Hilfe sind es noch viel mehr.

Tipp 4: Schützen Sie die Matratze

Ein nasses Bett ist halb so tragisch, wenn nur das Bettzeug nass ist, nicht aber die Matratze. Für diese Zwecke gibt es tolle Matratzenauflagen, die das Bett sicher schützen. Moderne Auflagen haben nichts mehr mit den schwitzigen und knisternden Gummimatten früherer Tage zu tun. Heutige Schutzauflagen sind atmungsaktiv, weich und weder außerlich, noch vom Liegekomfort von normalem Bettzeug zu unterscheiden. Auflagen gibt es sowohl waschbar als reinen Schutz oder saugfähig, sowie zum einmaligen Gebrauch. 

Tipp 5: Schutzhosen oder Windeln bei Bettnässen nie als Strafe

Windeln sind nur was für Babys? Nein, Windeln sind Hilfsmittel bei Blasenschwäche. Sie sind genauso normal wie eine Brille bei Sehschwäche oder eine Gehhilfe bei einem gebrochenen Bein. 

Windeln oder Windelpants für Schulkinder können den Stress beim Bettnässen deutlich reduzieren - aber auch eine Hauptursache für den Stress sein.

Es ist daher wichtig, wie Sie eine Windel oder Schutzhose mit Ihrem Kind kommunizieren. Wenn es die Windel als Strafe versteht, wird es das Hilfsmittel sicher ablehnen oder nur unter Protest nutzen. Das sorgt nicht nur für Streit am Abend, sondern nimmt Ihrem Kind auch wichtiges Selbstbewusstsein. Beziehen Sie Ihr Kind daher auch hier (wie in Tipp 2 beschrieben) mit ein. Erklären Sie die Vorteile einer Windel und machen Sie Ihrem Kind klar, dass es ein ganz normales Hilfsmittel ist, was tausende Kinder auf der Welt auch benutzen, auch, wenn sie schon groß und ganz sicher keine Babys mehr sind.

Machen Sie deutlich, dass eine nasse Windel, aber ein trockenes Bett sehr viel angenehmer ist und auch deutlich weniger Arbeit macht. Schließlich ist eine Windel abends schnell an- und morgens noch schneller wieder ausgezogen. Kein Bett muss mehr abgezogen, keine Lieblingsbettwäsche mehr ständig gewaschen werden. Produkte wie die kiwisto Kids ActivePants können die Akzeptanz noch erhöhen, da es keine richtigen Windeln sind, sondern spezielle Unterhosen. 

Bonustipp: 

Manchmal hilft es, wenn die Windel das kleine Geheimnis zwischen Ihnen und Ihrem Kind bleibt. Manchmal darf es sogar (offiziell) nur der Vater oder nur die Mutter wissen. Wenn Ihr Kind sich das wünscht, nehmen Sie das ernst. Selbstverständlich wird Ihr Partner auch davon wissen, aber Ihrem Kind gegenüber muss das nicht ausgesprochen werden. Das ist besonders bei kleineren Kindern wichtig. 

Fazit:

Wie auch immer Sie als Familie mit dem Bettnässen umgehen, welche Tipps Sie anwenden. Welche Wege Sie vielleicht selbst gefunden haben. Versuchen Sie entspannt zu bleiben, denn schließlich kann niemand etwas dafür, weder Ihr Kind, noch Sie. 

Haben Sie auch Tipps für betroffene Familien? Schreiben Sie sie gerne in die Kommentare, denn manchmal sind es die kleinen Dinge, die wirklich helfen.

Bilder lizensiert bei Freepik

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